Alle Beiträge
Team·1. September 2026·Philipp Bögner

Podcast, WG ab 50: Warum unsere Gründerin Anne in unser eigenes Projekt eingezogen ist

Unsere Gründerin Anne Hufnagel lebt selbst in einer WG ab 50. Im LIVVING Podcast erzählt sie, wie das Zusammenleben im Alltag funktioniert, worauf es bei der Wahl eines Mitbewohners ankommt und warum Gemeinschaft und Privatsphäre gut zusammenpassen können.

Livving Podcast: Wie wollen wir in Zukunft leben?

WG ab 50: Warum Anne selbst in einer Wohngemeinschaft lebt

Eine Wohngemeinschaft ist nicht nur etwas für Studenten. Unsere Gründerin Anne Hufnagel lebt selbst in einer WG ab 50. Im LIVVING Podcast erzählt sie, wie sich das Zusammenleben anfühlt, worauf es bei der Wahl eines Mitbewohners ankommt und warum Nähe und Freiheit gut zusammenpassen können.

Als Anne nach München zog, begann für sie eine neue Lebensphase. Ihre Töchter waren ausgezogen, nach einer Trennung stand ein Neustart an – und in München ist bezahlbarer Wohnraum bekanntlich knapp. Anne entschied sich für den Weg, den inGemeinschaft auch anderen Menschen ermöglicht: Sie zog in ein freies Zimmer.

Zunächst wohnte sie einige Monate bei einer älteren Frau. Heute lebt sie mit einer etwa gleichaltrigen Münchnerin zusammen. Für Anne ist das keine Notlösung, sondern eine Wohnform, die zu ihrem Leben passt.

Wie funktioniert eine WG ab 50 im Alltag?

Anne hat ein eigenes Zimmer mit rund 20 Quadratmetern. Bad und Toilette teilt sie mit ihrer Mitbewohnerin. Einen strengen Putzplan gibt es nicht. Vieles wird kurz besprochen und unkompliziert geregelt.

Das Zusammenleben besteht vor allem aus kleinen, freiwilligen Momenten: morgens ein Gespräch beim Kaffee, gelegentlich gemeinsam kochen, ein Glas Wein am Abend oder im Sommer ein Ausflug zum Eisbach. Gleichzeitig führt jede ihr eigenes Leben.

Anne beschreibt diese Balance so: eine Wohnpartnerschaft, aber keine Lebenspartnerschaft. Man ist nicht allein, ohne ständig etwas zusammen unternehmen zu müssen.

Ist eine Wohngemeinschaft mit 50 plus anders?

Ob eine WG funktioniert, hängt nach Annes Erfahrung weniger vom Alter als von der Persönlichkeit ab. Entscheidend ist, ob Erwartungen, Gewohnheiten und das gewünschte Maß an Gemeinschaft zusammenpassen.

Mit zunehmender Lebenserfahrung kann gemeinsames Wohnen sogar leichter werden. Viele Menschen wissen genauer, was ihnen wichtig ist, können Grenzen besser benennen und Konflikte offener ansprechen.

Trotzdem ist eine WG ab 50 nicht automatisch für jeden geeignet. Wer seine Räume grundsätzlich nicht teilen möchte oder sich durch Alltagsgeräusche schnell gestört fühlt, wird wahrscheinlich nicht glücklich damit. Deshalb sollte vor dem Einzug ehrlich über Rückzug, Besuch, Ordnung, Tagesrhythmus und gemeinsame Zeit gesprochen werden.

Der wichtigste Punkt vor dem Einzug Nicht möglichst viele Gemeinsamkeiten entscheiden über ein gutes Zusammenleben, sondern klare Erwartungen: Wie viel Nähe wünschen sich beide Seiten? Welche Räume werden geteilt? Was soll gemeinsam stattfinden – und was nicht?

Wie findet man einen passenden Mitbewohner?

Bei inGemeinschaft beginnt die Suche mit einem geschützten Profil. Zimmeranbieter geben unter anderem Ort, Stadtteil, Miete, Interessen und Wünsche an. Wohnungssuchende beschreiben ebenfalls ihre Situation, ihr Budget und ihre Vorstellungen vom Zusammenleben.

Aus diesen Angaben entstehen passende Vorschläge. Dabei verlässt sich inGemeinschaft nicht allein auf Technik: Jedes Match wird persönlich geprüft. Bei offenen Fragen spricht das Team mit den Beteiligten, bevor ein Kennenlernen vorgeschlagen wird.

Danach folgen in der Regel:

  1. Persönliches Kennenlernen:

    Beide Seiten treffen sich vor Ort und prüfen, ob die Chemie stimmt.

  2. Klare Absprachen:

    Miete, Gemeinschaftsräume, Rückzug, Besuch und Alltag werden offen besprochen.

  3. Untermietvertrag:

    inGemeinschaft stellt einen Standardvertrag bereit und unterstützt bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen.

  4. Begleitung nach dem Einzug:

    Wenn später Probleme entstehen, kann das Team vermitteln.

Was kostet die Vermittlung?

Die Profilerstellung und die Suche sind für Zimmeranbieter kostenlos. Erst wenn eine Wohnpartnerschaft zustande kommt, fällt einmalig eine halbe Monatsmiete an. Bei einer Warmmiete von 500 Euro sind das 250 Euro.

Die Begleitung endet nicht mit dem Einzug. Auch danach bleibt inGemeinschaft ansprechbar und unterstützt bei Bedarf mit Mediation.

Privatsphäre bleibt der entscheidende Punkt

Die häufigste Sorge vor einer WG ist der Verlust von Privatsphäre. Diese Angst ist nachvollziehbar: Wer lange allein oder nur mit der eigenen Familie gewohnt hat, muss sich erst an den Gedanken gewöhnen, Räume mit einem neuen Menschen zu teilen.

In der Praxis hilft vor allem, die eigenen Bedürfnisse nicht kleinzureden. Ein eigenes Zimmer als klarer Rückzugsort, eindeutige Regeln für Gemeinschaftsräume und ein offenes Gespräch über Besuch schaffen Sicherheit. Gemeinschaft bedeutet nicht, jederzeit verfügbar zu sein.

Drei Generationen unter einem Dach

Besonders in Erinnerung geblieben ist Anne eine Wohnpartnerschaft in München-Neuhausen. Dort zog eine alleinerziehende Mutter mit ihrem Kind günstig in ein Haus ein. Heute leben drei Generationen unter einem Dach und unterstützen sich im Alltag.

Solche Beispiele zeigen, was gemeinschaftliches Wohnen leisten kann: Ein freies Zimmer wird wieder genutzt, jemand findet bezahlbaren Wohnraum und aus zunächst fremden Menschen kann eine verlässliche Gemeinschaft entstehen.

Dabei geht es nicht darum, Wohnungsnot allein durch Wohngemeinschaften zu lösen. Aber vorhandene Zimmer können einen Teil zur Entlastung beitragen. Gleichzeitig kann das Zusammenleben gegen Einsamkeit helfen – bei älteren ebenso wie bei jüngeren Menschen.

Wie möchte Anne später wohnen?

Auf die Frage, wie sie selbst in Zukunft leben möchte, antwortet Anne im Podcast knapp: „In Gemeinschaft.“

Ob ihre Mitbewohner gleich alt oder deutlich jünger sind, ist für sie zweitrangig. Entscheidend ist, ob die Persönlichkeiten und Vorstellungen vom Alltag zusammenpassen.

Das ganze Gespräch hören Im LIVVING Podcast mit Claudia Mattheis erzählt Anne ausführlich von ihrem WG-Alltag und der Arbeit von inGemeinschaft. Zur Podcastfolge und zum vollständigen Interview

Zimmer frei oder auf der Suche? Legt kostenlos ein geschütztes Profil an. Wir begleiten euch persönlich – vom ersten Match bis zum Einzug und bei Bedarf auch danach.

Häufige Fragen

Wie finde ich eine WG ab 50?

Über inGemeinschaft können Zimmeranbieter und Wohnungssuchende ein geschütztes Profil anlegen. Das Team prüft mögliche Matches persönlich und begleitet das erste Kennenlernen.

Muss ich mein Zimmer dauerhaft vermieten?

Nein. Wie lange ein Zimmer vermietet wird, vereinbaren beide Seiten im Untermietvertrag. Wichtig ist, die gewünschte Dauer von Anfang an offen zu besprechen.

Muss ich mit meinem Mitbewohner viel Zeit verbringen?

Nein. Wie viel Gemeinschaft entsteht, entscheiden beide Seiten selbst. Manche trinken morgens zusammen Kaffee, andere begegnen sich nur gelegentlich. Beides kann funktionieren, wenn die Erwartungen übereinstimmen.

Was passiert, wenn das Zusammenleben nicht funktioniert?

Klare Absprachen und ein schriftlicher Untermietvertrag sind die Grundlage. Bei Konflikten kann inGemeinschaft vermitteln und gemeinsam mit den Beteiligten nach einer Lösung suchen.

Ist eine WG ab 50 nur für Frauen?

Nein. Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle, die ein Zimmer anbieten oder gemeinschaftlich wohnen möchten. Entscheidend ist ein passendes und sicheres Match.

Weiterlesen

Wohnungssuche, Alternativen im Vergleich
11. August 2026

Wohnungssuche: 3 Wege im Vergleich | inGemeinschaft

Hunderte Bewerbungen auf ein WG-Zimmer — und gleichzeitig leerstehende Zimmer in Wohnungen, die längst zu groß geworden sind. Der Wohnungsmarkt scheitert nicht am Angebot, sondern an der Vermittlung. Wir vergleichen die drei realistischen Wege: anonyme Portale, klassisches Mehrgenerationenwohnen und die vermittelte Wohnpartnerschaft — mit Kosten, Dauer, Sicherheit und einer ehrlichen Antwort darauf, wann welcher Weg der richtige ist.

Weiterlesen
WG 50 plus: Wenn Freundschaft einzieht und Frauen 50+ die Wohngemeinschaft neu entdecken
presse·24. März 2026

WG 50 plus: Wenn Freundschaft einzieht und Frauen 50+ die Wohngemeinschaft neu entdecken

In der Brigitte-Ausgabe vom 11. März 2026 berichtet unsere Co-Founderin Anne über ihre Frauenfreundschaft mit Sissi – und darüber, wie beide in einer WG in München zusammen leben. Ihre Geschichte zeigt, wie Nähe und Verbindung auch ohne Druck, Erwartungen oder „Absolutheitsansprüche“ gelingen kann: „Wie Liebe, nur leichter.“ Die WG 50 plus ist dabei nicht nur ein Wohnmodell, sondern für viele auch eine ehrliche Antwort auf Einsamkeit, Umbrüche und den Wunsch nach verlässlicher Gemeinschaft.

Weiterlesen
Digitale Nähe reicht nicht – echte Verbundenheit braucht echte Räume
Veranstaltung·16. März 2026

Digitale Nähe reicht nicht – echte Verbundenheit braucht echte Räume

  • Anne Hufnagel beim Create Festival: unsere Co-Gründerin sprach mit Saine Cortez und Lilli Vogelsang über Einsamkeit als kollektive Herausforderung

  • Erkenntnisse des Gesprächs: Einsamkeit betrifft alle Generationen, digitale Nähe ersetzt keine menschliche Nähe, Verbundenheit braucht (physische) Räume

  • inGemeinschafts Ansatz vorgestellt: Mehrgenerationen-WGs in Großstädten, als soziale Infrastruktur gegen Einsamkeit

Weiterlesen
Jetzt starten

Fünf Minuten. Ein Profil.
Ihr Weg zum passenden Mitbewohner.

Kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden, wer bei Ihnen einzieht — wir stellen nur Kandidaten vor, die zu Ihren Kriterien passen.

Schreiben Sie uns direkt

Wir melden uns persönlich bei Ihnen zurück.

Passende nächste Schritte

Wie geht's für Sie weiter?