Was Schüler über Mehrgenerationen-WGs denken
Eine 13. Klasse des Edith-Stein-Gymnasiums München hat inGemeinschaft im Werksviertel besucht.
Sie geben Denkanstöße zu Gemeinschaft, Unternehmenskultur und Nachhaltigkeit.
Die Schülerinnen sehen Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und neue Wohnformen als wichtige Antworten auf Wohnraummangel in Großstädten.

Hintergrund: Besuch beim Start-up inGemeinschaft
„Es gibt meines Erachtens einen Trend zur Gemeinschaft: Viele Menschen suchen soziale Nähe statt Anonymität – besonders in Großstädten." (Schülerin des Edith-Stein-Gymnasiums)
Der Leistungskurs Politik und Gesellschaft (Q13) des Edith-Stein-Gymnasiums besuchte am 02.02.2026 das Münchner Werksviertel, um das Start-up inGemeinschaft kennenzulernen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie neue Wohnformen wie Mehrgenerationen-Wohngemeinschaften Antworten auf Wohnungskrise, Einsamkeit und demografischen Wandel geben können.
Unsere Co-Gründerin Anne Hufnagel gab einen Einblick in den Ansatz von inGemeinschaft: Wohnraum besser nutzen, Jung und Alt unter einem Dach zusammenbringen und gemeinschaftliches Wohnen bewusst gestalten. Sie stellte vor, wie Mehrgenerationen-Wohngemeinschaften funktionieren können, welche Rolle Matching, Begleitung und klare Erwartungen spielen und warum Vertrauen eine zentrale Grundlage ist.
Die Schüler:innen brachten im Gespräch eigene Perspektiven zu Wohnen, Stadtgesellschaft und Unternehmertum ein. Sie machten dabei deutlich, wie sensibel ihre Generation auf soziale und ökologische Fragen blickt. Sie diskutierten beispielsweise mit uns über:
Chancen von Mehrgenerationen-WGs in einer Stadt wie München
Die Frage, wie Menschen dazu ermutigt werden können, neue Wohnformen überhaupt auszuprobieren
Mögliche Hürden durch Organisation, Bürokratie und rechtliche Rahmenbedingungen
Für viele war es ein praxisnahes Beispiel dafür, wie soziale Innovation im Wohnbereich aussehen kann – und wie ein junges Startup versucht, gesellschaftliche Herausforderungen konkret im Alltag anzugehen.
Was die Schüler:innen über Wohnen in Gemeinschaft denken
„Die Idee, Gemeinschaft bewusst zu gestalten, schafft soziale Nähe und gegenseitige Unterstützung im Alltag. Gerade in einer Großstadt finde ich diesen Ansatz sehr zukunftsorientiert."
Die Beiträge der Schüler:innen zeigen: Gemeinschaft und Nachhaltigkeit sind Themen, die ihre Generation besonders bewegen. Mehrere Rückmeldungen betonten, dass:
Geteilte Ressourcen – Räume, Geräte oder Energie – umweltbewusstes Wohnen fördern können
Gemeinschaftliche Wohnformen helfen, Einsamkeit zu reduzieren und den Alltag zu erleichtern
Zukunftsorientiertes Wohnen in Großstädten mehr sein muss als „irgendwie bezahlbar" – es geht auch um Miteinander
Gerade für eine Stadt wie München sehen die Schüler:innen deshalb großes Potenzial: Die Kombination aus hohem Mietniveau, vielen Studierenden und Berufseinsteigern sowie älteren Menschen mit viel Wohnraum macht alternative Wohnformen aus ihrer Sicht besonders relevant. Wer selbst nach einer Mehrgenerationen-WG sucht, kann sich direkt bei inGemeinschaft als Mieter:in bewerben.
Wie die Schüler:innen auf Startups und Unternehmertum blicken
„Bei Startup denke ich an Innovation und Kreativität."
Im Austausch zeigte sich, dass sie Startups mit der Möglichkeit verbinden, eigene Ideen umzusetzen, kreativ zu arbeiten und Neues auszuprobieren. Gleichzeitig erwarten sie eine moderne Arbeitskultur – mit Freiräumen, flachen Hierarchien und Sinnorientierung.
Besonders ein soziales Startup wie inGemeinschaft wird positiv wahrgenommen, weil es zeigt, dass Unternehmertum nicht nur Gewinnorientierung bedeutet, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen kann.
Blick nach vorn
Die Rückmeldungen der Schüler:innen machen deutlich, wie stark das Bewusstsein für soziale und ökologische Fragen bereits in der Schule verankert ist. Sie sind interessiert an neuen Wohnformen, kritisch gegenüber bestehenden Strukturen und offen für Innovation. Zudem wünschen sie sich verlässliche Rahmenbedingungen und moderne Arbeitskulturen.
inGemeinschaft freut sich sehr über den Besuch der 13. Klasse des Edith-Stein-Gymnasiums und die intensiven Beiträge der Schüler:innen. Unser Dank gilt insbesondere Herrn Kai Peters für die Organisation der Exkursion und dem Schuldirektor Herrn Frölich für die kurzfristige Ermöglichung der Teilnahme. Wir freuen uns auf weitere Begegnungen mit jungen Menschen, die unsere Städte und das Wohnen von morgen mitdenken und mitgestalten wollen.
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