
Nicht ganz aber es gibt überraschend klare Parallelen. Mehr dazu in Kürze.
Stell dir vor, ein Jahrtausend altes Wohnkonzept könnte nicht nur dein Wohlbefinden steigern, sondern auch Milliarden im Gesundheitssystem sparen. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Willkommen beim Mehrgenerationenwohnen!
Ist Alleinwohnen wirklich so ungesund wie das Rauchen von 15 Zigaretten am Tag?
In einer zunehmend alternden Gesellschaft wird das Thema Mehrgenerationenwohnen immer relevanter. Diese Wohnform ist, anders als das alleine Wohnen, so alt wie die Menschheit selbst. Wenn verschiedene Generationen zusammenleben, entstehen nicht nur soziale und ökonomische Vorteile. Es hat auch bedeutende klar erforschte positive Effekte auf die Gesundheit jedes Einzelnen und kann das Gesundheitssystem deutlich entlasten.
Positive Effekte auf die individuelle Gesundheit
Reduzierung von Einsamkeit und Depression: Einsamkeit wird oft mit schweren gesundheitlichen Folgen in Verbindung gebracht, ähnlich wie das Rauchen von 15 Zigaretten pro Tag. Mehrgenerationenwohnen fördert den sozialen Austausch und kann Einsamkeit effektiv reduzieren. Diverse Studien zeigen, dass ältere Erwachsene, die in intergenerationellen Haushalten leben, eine signifikant höhere Lebensqualität und weniger altersbedingte Krankheiten aufweisen (z.B. Depression, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle).
Verbesserte körperliche und geistige Gesundheit: Mehrgenerationen-Gemeinschaften verbunden mit vielen kleinen gemeinsamen Aktivitäten, haben gezeigt, dass sie die körperliche Funktion älterer Menschen verbessern können.
Verzögerung des Demenzbeginns: Die kognitive Funktion älterer Menschen kann durch das Zusammenleben mit jüngeren Generationen positiv beeinflusst werden. Eine Studie zeigte, dass das Risiko für die Entwicklung von Demenz in Mehrgenerationen-Haushalten um 31% geringer war.
Auswirkungen auf das Gesundheitssystem
Reduzierung der Gesundheitskosten: Durch die Verbesserung der psychischen und physischen Gesundheit können die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und damit verbundene Kosten um bis zu 15% gesenkt werden. Dies würde die Kosten im Gesundheitssystem, die in Deutschland bei etwa 500 Milliarden p.a. liegen, erheblich reduzieren.
Entlastung der Pflegeversicherung: Die steigende Zahl der Pflegebedürftigen stellt eine immense Belastung für die Pflegeversicherung dar, welcher aktuell in Deutschland vermeintlich das Geld ausgeht. Mehrgenerationenwohnen kann den Eintritt in die stationäre Pflege verzögern, wodurch erhebliche Kosten eingespart werden können. Eine Verzögerung um ein Jahr könnte Einsparungen von etwa 14,3 Milliarden Euro bedeuten.
Fazit
Mehrgenerationenwohnen bietet nicht nur deutliche individuelle gesundheitliche Vorteile, sondern trägt auch zur Entlastung des Gesundheitssystems bei. Die Förderung dieser Wohnform könnte eine wichtige Strategie sein, um den demografischen Herausforderungen zu begegnen und gleichzeitig die Lebensqualität aller Generationen zu verbessern.
Quellen HHS.GOV, 2023 Statistisches Bundesamt (Destatis, 2023) National Library of Medicine, 2023 Universität Bielefeld, 2014VDEK, 2024Ärzteblatt, 2023Tagesschau, 2024
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